Druckdatum: 24.09.2017 | 01:31
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Musikalität

Da ist Musik drin: Seit die Jugendbewegung ihre Burg eroberte, vergeht fast kein Tag, an dem nicht gesungen wird - mit der Gitarre in der Hand, bei anspruchsvoller Chormusik oder auch in der Kapelle, seit den Anfängen mit Deutscher Gregorianik.

Total unzeitgemäß

Auch als es in den vergangenen Jahrzehnten immer altmodischer wurde, hatte der Gesang auf Burg Rothenfels eine große Selbstverständlichkeit. Manche akademische Tagung beginnt morgens vor dem Vortragsprogramm mit einem offenen Singen für alle. Inzwischen können uns die Hirnforscher erklären, warum Singen und Musizieren sinnvoll ist, ausgeglichener macht und obendrein Intelligenz und soziale Kompetenz fördert. Viele Musikgruppen, Chöre oder Schulorchester besuchen die Burg nicht nur, weil wir Probenräume, Klaviere und Flügel haben, sondern auch wegen dieser Atmosphäre: Fast immer tönt aus irgendwelchen Fenstern Musik.

Musikalität bilden

Auch unser eigenes Bildungsprogramm setzt starke musikalische Akzente: zum einen in explizit musikalischen Tagungen (Chorwoche, Sommer-Musik-Woche, Afrikanisches Singen, Klezmer-Improvisationen oder der gesamte Sektor Alte Musik mit seinen vielfältigen, oft mit historischem Tanz kombinierten Formaten), zum anderen aber auch als Querschnittsaufgabe für alle Tagungen: der Jazz-AK auf der Jugendtagung (siehe Bild), Orchester, Kindermusical und Tagungschor an Ostern, das „Aller Augen“ vor dem Mittagessen, der Gesang im Gottesdienst – oder auch der Instrumentenbau. Dahinter steht unser Menschenbild: Der mit Geist, Seele und Körper erschaffene Mensch kommt ganz zur Geltung, wenn er mit Überzeugung die eigene Stimme erhebt.

Burg Rothenfels in meinem Leben:

Nicole Klinkeberg

„Ich habe hier ausschlag-
gebende Momente meiner persönlichen Entwicklung erlebt, sowohl privat als auch beruflich. Die Burg ist buchstäblich, aber auch im figürlichen Sinn ein Ruhepunkt – selbst wenn 30 Schulklassen durch die Gegend tollen.“